Die Regierung bereitet die Einführung einer Grippeschutzimpfung für Beschäftigte im Gesundheitswesen vor, nachdem die französische Gesundheitsbehörde (HAS) eine positive Stellungnahme abgegeben hat. Ministerin Stéphanie Rist kündigte den sofortigen Beginn der Planungsarbeiten an. Die Einführung soll schrittweise erfolgen, und im ersten Jahr werden keine Strafen für Nichtbeachtung verhängt.
Die Details (Zeitplan, betroffene Berufsgruppen, Impfnachweis) werden in den kommenden Wochen in Absprache mit den Akteuren des Gesundheitswesens festgelegt. Die HAS empfiehlt, die jährliche Impfung für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, Studierende der Medizin und verwandter Gesundheitsberufe sowie für Mitarbeiter in Altenpflegeeinrichtungen verpflichtend zu machen.
Die Gesundheitsbehörde begründet diese Maßnahme mit der Belastung durch die Grippe, die im Jahr 2025/26 12.700 Todesfälle verursachte, und dem erhöhten Ansteckungsrisiko im Gesundheitswesen. Die jährlichen Kosten der Krankheit werden auf 1 bis 2 Milliarden Euro geschätzt.
Pascal Lemontel
|